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Jahr 2020

10.2020:
Typisch Mädchen, typisch Junge! 94 % der Mütter sagen: Mein Kinder entspricht den Geschlechter-Klischees.

Deutsche Mütter nehmen ihre Kinder in Bezug auf deren Interessen und Geschmack überwiegend als „typische Mädchen“ bzw. „typische Jungen“ wahr: 61 % beschreiben ihre Kinder als „absolut typisch“, weitere 33 % als in diese Richtung gehend, „wenn auch nicht immer“.

Das ist das Ergebnis einer im März und April 2020 durchgeführten repräsentativen Studie, für die das Münchner Meinungsforschungsinstitut iconkids & youth mittels persönlicher Interviews insgesamt 744 Mütter von Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren befragt hat.

Nicht einmal 1 % der Mütter sieht im eigenen Kind genau das Gegenteil der gängigen Geschlechter-Klischees und auch nur 5 % beobachten zumindest eine Tendenz zu nicht geschlechtsspezifischem Verhalten.

Der Anteil der „absolut typischen“ Kinder ist bei Jungen mit 65 % deutlich höher als bei Mädchen (57 %). Im Altersverlauf sind die 8- und 9-Jährigen mit 65 % am stärksten in den gängigen Verhaltensweisen und Präferenzen verwurzelt (6-7 Jahre: 59 %, 10-12 Jahre: 60 %). Entsprechend sind Jungen im Alter von 8-9 Jahren mit 71 % auch die Gruppe mit dem höchsten Wert an „typischen“ Kindern, der niedrigste Anteil findet sich bei Mädchen im Alter von 10-12 Jahren mit trotzdem immer noch 55 %.

Auffällig ist, dass der Anteil „absolut typischer“ Kinder in Familien mit Migrationshintergrund höher ist (Kinder mit Migrationshintergrund 67 %, ohne: 58 %) sowie mit steigender formaler Bildung der Eltern abnimmt (Haushaltsvorstand hat Volks-/Hauptschulabschluss: 63 %, Abitur / Hochschulabschluss: 58 %).

Projektleiter Axel Dammler erklärt diese Ergebnisse auch mit den Einstellungen der Mütter: „Viele geben das weiter, womit sie in ihrer eigenen Kindheit aufgewachsen sind. So stärken sie oft unbewusst die klassischen Geschlechterpräferenzen.“ Er weist aber auch darauf hin, dass aus diesen Erkenntnissen Konsequenzen gezogen werden müssen: „Eine radikale Abkehr von tradierten Modellen stößt nicht nur viele Mütter, sondern auch die Kinder vor den Kopf: Damit erzeugt man nur Ablehnung. Es ist wichtig, Kinder und Mütter bei ihren gegenwärtigen Einstellungen und Vorlieben abzuholen und dann Brücken zu einer offeneren Gesellschaft zu bauen.“

Pressemitteilung vom 10. September 2020

Kinder und Jugendliche geben durch Corona weniger Geld aus. Digitale Angebote und die Spielzeugindustrie profitieren aber.

Während der Corona-Krise haben Kinder und Jugendliche monatlich 21% weniger Geld ausgegeben als noch vor einem Jahr: Waren es im März und April 2019 noch 1,7 Mrd. Euro pro Monat, sind es 2020 nur noch 1,3 Mrd. Euro.

Das ist ein Ergebnis der neuen, im März und April 2020 durchgeführten repräsentativen Studie Trend Tracking Kids®, für die das Münchner Meinungsforschungsinstitut iconkids & youth mittels persönlicher Interviews insgesamt 1487 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 19 Jahren befragt hat. Die Zahlen basieren auf Hochrechnungen („Wieviel hast du dafür in der letzten Woche ausgegeben“).

Der dramatischste Rückgang zeigte sich erwartungsgemäß bei der Gastronomie: Die Ausgaben für das Weg- und Essengehen brachen um 60% ein und lagen bei nur noch 80 Millionen Euro monatlich. Im Jahr davor waren es 200 Millionen Euro. Für Imbissbuden und Fastfood gaben die Kids 36% weniger aus (statt 119 Millionen Euro pro Monat 2019 sind es 2020 nur noch 76 Millionen Euro), für Getränke 30% (Rückgang von monatlich 128 Millionen Euro auf 90 Millionen Euro).

Neben der Gastronomie hat der Lockdown den Textil- und Accessoires-Bereich stark getroffen, der bei den jungen Leuten ein Minus von 22% hinnehmen musste. Allerdings war es immer noch der Bereich, für den mit monatlich 288 Millionen Euro am meisten ausgegeben wurde (2019: 369 Millionen). Dass der Rückgang nicht noch größer war, liegt am Onlinehandel und daran, dass im März zeitweise noch viele Einzelhandelsgeschäfte geöffnet hatten.

Es gibt aber auch Profiteure der Corona-Krise: Offerten, mit denen die Kinder und Jugendlichen zu Hause die Langeweile bekämpften. Bei den Jugendlichen sind dies insbesondere digitale Angebote: Die Ausgaben für Musik- / Film-Downloads aus dem Internet nahmen um 175% zu. Sie verdreifachten sich damit fast, von monatlich 10 Millionen Euro auf 28 Millionen Euro. Für Computerspiele oder den PC-Bedarf wurden 80% mehr Taschengeld locker gemacht (Ausgabensteigerung: von 28 Millionen Euro pro Monat im März/April 2019 auf 51 Millionen Euro im Jahr 2020).

Gute Geschäfte mit den Kindern machte der Spielzeughandel. Die Ausgaben des Nachwuchses für Spielzeug erhöhten sich um 40% und lagen bei 19 Millionen Euro im Monat. Dies sind fast 6 Millionen Euro mehr als vor einem Jahr.

Übersicht über die Ausgaben

Durchschnittliche monatliche Ausgaben der 6- bis 19-Jährigen, in Millionen Euro, erhoben im März und April 2019 2020 Veränderung
Bekleidung, Mode, Schmuck 368 288 -22%
Hobbies 85 97 +14%
Getränke 128 90 -30%
Weggehen / Essengehen, z.B. Disco / Restaurant (nur 16- bis 19-Jährige befragt) 200 79 -60%
Körperpflege, Haarpflege 89 76 -15%
Handygebühren 68 76 +11%
Fastfood, Imbissbuden 119 76 -36%
Fahrrad / Mofa / Moped 91 74 -18%
Süßigkeiten, Eis 83 68 -18%
Zeitschriften, Bücher, Comics 53 54 +2%
Computer / -software, Videogames 28 51 +80%
Sachen fürs eigene Zimmer 79 49 -39%
Eintrittskarten 80 48 -39%
Sport, Sportartikel 50 43 -12%
salzige Knabbersachen, Chips 42 36 -12%
Rauchen (nur 16- bis 19-Jährige befragt)) 34 30 -9%
Musik- / Film-Downloads aus dem Internet 10 28 +175%
Spielzeug, Sachen zum Sammeln 13 19 +40%
Schulsachen, Schule, Nachhilfe 25 16 -36%
Apps u. In-App Käufe 10 14 +30%
DVD/Videos (gekaufte od. ausgeliehene) 11 8 -28%
Musik/Hörspiel-Kassetten / CD’s 7 4 -51%

 

Quelle: Trend Tracking Kids® 2020

Pressemitteilung vom 27. Mai 2020

03.2020:
Wie wir der Corona-Herausforderung begegnen

Liebe Kunden, Partner, und Freunde

Wir haben eine gute und eine schlechte Nachricht:

Die schlechte Nachricht wird Sie sicher nicht überraschen: Auch wir müssen leider unseren Kongress absagen. Da Ergebnisse einzelner Studien aber bereits vorliegen, werden wir Sie ab Mai dennoch mit spannenden Ergebnissen versorgen. Freuen Sie sich drauf!

All diejenigen, die sich bereits angemeldet und eine Rechnung bekommen (und bezahlt) haben, werden von uns kontaktiert bzw. erhalten eine Storno-Rechnung und selbstverständlich eine Rückerstattung bereits bezahlter Teilnahmegebühren.

Die gute Nachricht ist eigentlich keine echte Nachricht, aber dafür umso wichtiger: Trotz dieser schweren Zeit macht uns unser Job mehr Spaß denn je – und das liegt an Ihnen allen. Es ist wunderbar zu erleben, wie alle an einem Strang ziehen: Unsere Kunden, die die Einschränkungen respektieren und flexibel auf die neuen Gegebenheiten reagieren, aber auch unsere Dienstleister, die machbar machen, was machbar ist. Und nicht zuletzt: Unserer Befragungsteilnehmer in den Familien, die dankbar für jede Ablenkung sind!

Vielen Dank dafür!

So können wir Ihnen auch in dieser Zeit forscherische Lösungen bieten, die mehr sind als nur ein Notnagel – sowohl im Bereich der qualitativen als auch der quantitativen Forschung mit Kindern und Jugendlichen. Wir führen z.B. spannende psychologische Einzel- und Mutter-Kind-Explorationen oder Gruppendiskussionen mit leistungsstarken Online-Plattformen durch – und quantitative Online-Forschung funktioniert besser denn je. Aber auch repräsentative Quotenstichproben können problemlos umgesetzt werden: Unsere Interviewer rekrutieren telefonisch und befragen dann z.B. per Skype.  

Es gibt eine Zeit nach Corona und wir versorgen Sie gerne mit den Ergebnissen, die Sie benötigen, um gut vorbereitet zu sein! Wir werden Ihnen aber auch ehrlich sagen, wenn Ihre Forschungsfrage zur Zeit nicht beantwortet werden kann. Denn manchmal sind keine Ergebnisse besser als falsche Ergebnisse …

Sprechen Sie mit uns, und wir helfen Ihnen gerne weiter

Viele Grüße und bleiben Sie gesund!

Ihr Team von iconkids & youth